Epochal
Frühzeit
Musiksysteme Nord- und Südindiens
Shrutis

 

Im epischen Zeitalter, des Ramayana und Mahabharata, d.h. in dieser ihrer Form, von 400 bis 200 v. Chr. wurden die Geschichten dieser Werke in musikalischem Rythmus gesungen. Die Vortragenden nutzten Veena, Venu und Mrdanga etc., um die Aufführung ihrer Improvisation zu verbessern. In diesem Zeitalter fiunden wir auch den Gebrauch der sieben Noten bei der ecclektischen Musik.

Als es vor dem vedischen Zeitalter keine Sprache gab, um die Gefühle des Herzens auszudrücken, war Musik die Quelle, um das Familienleben gesund zu erhalten.

Das reguläre Notensystem wurde vor der Zeit der Grammatiker ausgeaerbeitet, d.h. um 350 v. Chr. Dieses bestand aus den Anfangsbuchstaben der sieben Noten. Nach indischen Quellen brachten die indischen Brahmins diese Noten im 11ten Jahrhundert nach Persien und Arabien. Von dort weiter wurden sie in Europa durch Guido d´Arezzo im 12ten Jahrhundert bekannt.

Im vedischen Zeitalter fand man die Kunst des Ausdrucks durch Vokale heraus, die Sanskrit Sprache entstand und vedische Hymnen wurden in epischer Form erstmals niedergeschrieben, genannt Chhandas und Shrutis. Den Rishis, die die Veden durch Udatta, Anudatta und meist Swarit, wie im eingeführten Notensytem hohe, tiefe und mittlere Tonlagen bezeichnet wurden, sangen, wurde Ehre erwiesen.

Um die Mantras, die auch ´Shrutis` genannt werden, in richtiger Zeit und im Rhythmus auszudrücken, machten sie Handbewegungen,  die dazu dienten, das Ansteigen und absinken des Klanges zu bezeichnen, ähnlich wie Dirigenten heutzutage.
Im vedischen Zeitalter waren die Sänger und auch die Menschen im Allgemeinen zufrieden mit einem Typ von rein sakralen Hymnen oder Samganas.
Musik war zu jener Zeit die Quelle, die menschliche Seele und Gott zu vereinigen. Nach diesen Zeiten fand die Musik ihren Weg an den königlichen Hof, wo der Sänger Gandharva genannt wurde,  die Instrumentalist Kinnara und die Tänzerin Apsara. 

Danach trennten sich die Musiker von den "gewöhnliche Leuten" und wurden die Quelle religiöser Predigt, was das Dev Das System initiierte und die Musiker wurden Kathaks genannt. Zu den genannten bezeichnungen kamen im Mittelalter Gayakas und Nratakas für Sänger und Tänzer.

Zu Beginn der klassischen Periode, u 600 bis 500 v. Chr. wurden Samganas ersetzt durch Gandharva Musik, die sich im Zusammenhang mit Dramas entwickelte. Sie war eine Art populärer Bühnengesang mit den Elementen Swaras, Talas und Padu.

Ein Vergleich des Nordindischen und Südindischen Musiksystems zeigt folgende weitgehende Gemeinsamkeiten:

  1. Beide folgen dem Ursprung von Swaras aus  Shrutis und Shrutis aus Nada.
  2. Beide Systeme anerkennen die 22 Shrutis und formen ihre natürlichen und verminderten und erhöhten Noten  darauf.
  3. In Beiden werden nur 12 natürliche und halbe Noten angenommen.
  4. Gemeinsam haben sie auch die Beimessung der Shrutis zwischen den Noten wie folgt:
    1. Sa Ma Pa je vier
    2. Re und Gha je drei
    3. Ga und Ni je zwei
  5. Musiker in Nord- und Südindien kennen  auch das Tatha System überein.
  6. Beide Systeme stimmen in dem Punkt überein, dass die 72 Tathas aus ihren natürlichen und halben Noten stammen wie es von Pandit Vyankat Mukhee auch unterstützt wird.
  7. In beiden Systemen werden nur Ragas gespielt und gesungen und Improsvisation und Thans werden verwendet.
  8. Gemäss beider Systeme gelten Ragas, die weniger als fünf Noten haben als unpopulär.
  9. Beide zeigen die Korrelation von Talas mit Liedern.
  10. Gemeinsam unterstützen sie den Zeitfaktor in der Musik.
    Unterschiede
    Die Position der Noten weicht in beiden System voneinander ab. Gemäss dem südlichen System ist die Position von Sa auf dem vierten Shruti, während sie gemäss dem Nördlichen auf dem ersten fest steht.

Pfau

 

Die Shruti oder Mikrotonintervall ist eine Unterteilung des Halbtons aber nicht notwendig eine gleiche Teilung. Es ist eine interessante Tatsache, dass wir in der griechischen Musik den Gegenpart von vielen in der indischen Dingen finden.

Das antike Griechenland teilte die Oktave in 24 kleine Intervalle, während die traditionelle indische Musik 22 in der Oktave kennt. Nach südindischen Tamil Werken aus dem dritten Jahrhunder v. Chr. war die Oktave auch in 22 Intervalle aufgeteilt.

Anscheinend hat nach dem Mahabharata Zeitalter die indische Musik unter dem Einfluss fremder Musik 24 Shrutis angenommen und diese Skala mag in späteren Zeitaltern weiterbestanden haben.

   
 
 

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